UA Somnium PlakatUraufführung SOMNIUM für Sinfonieorchester

Von "Keplers Traum vom Mond" ist diese Musik für Sinfonieorchester von Thomas Doss inspiriert. Komponiert hat Thomas Doss SOMNIUM im Auftrag der Johannes Kepler Universität Linz anlässlich der 50-Jahr-Feier der JKU.

Uraufgeführt wird SOMNIUM vom Universitätsorchester unter der Leitung von Christian Radner am Samstag, den 20. Mai 2017 unter Anwesenheit des Komponisten im Festsaal A der Johannes Kepler Universität Linz. Wiederholt wird das Konzert beim Sommerkonzert "Wir sind Österreich" am Mittwoch, den 24. Mai 2017 im Festsaal Schlossmuseum Linz.

Werkbeschreibung des Komponisten: "Am Ende des Jahres 1609 richtet Galileo Galilei in Padua

sein neues Fernrohr auf den Mond und sieht - die Erde als Planeten im Weltraum.

Wie im Rausch schrieb Johannes Kepler darauf in zwei Nächten die geheimnisvolle Traumerzählung einer Reise zum Mond.

In seinen letzten Lebensjahren ergänzte er sie um einen umfangreichen astronomisch-mathematischen Anmerkungsteil, erst nach seinem Tod konnte diese Schrift veröffentlicht werden. Von zeitgenössischen Astronomen als "bizarr" und "seltsam" abgelehnt, steckt in dieser Schrift mehr als eine mutige Verteidigung des kopernikanischen Weltbilds. Dieser Schreib-Rausch, welcher von Geistern und Dämonen erzählt, inspirierte mich wiederum zu dieser Komposition, in der die Zahl 3 eine zentrale Rolle spielt. So eröffnet das Stück auch mit 3 schweren Noten. In einigen Passagen scheinen die 3 aufeinanderfolgenden Noten immer wieder mahnend den Vornamen Keplers zu rufen: " JO - HAN - NES ".

Mal ganz deutlich und klar. Dann wieder verwoben und versteckt. Schließlich aber immer deutlicher bis zum Höhepunkt, welcher dann wie ein Echo im Orchester-Diminuendo verklingt, in welchem uns das Solo-Cello führt und im "Nichts" verschwindet.

Am Ende des Werkes leitet das Glockenspiel eine 12-Tonabfolge ein, welches die Buchstaben des Alphabetes herauspickt und in Töne transformiert um wieder den Namen "Johannes" formt. Um schließlich die Tonalität um die ganz aufzuheben..."

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